Über 20 interessierte Frauen informierten sich vor kurzem über Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im gewerblich-technischen Bereich bei der Veranstaltung „Frauen in technischen Berufen“ und waren begeistert: Nicht nur über die theoretischen Informationen, sondern auch über die praxisnahen Einblicke bei der Besichtigung der Seminarräume und Werkstätten.
Zu dieser Veranstaltung hatten die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Heidenheim, Mirjam Maier, und der Agentur für Arbeit Aalen, Sylvia Gremerath, gemeinsam mit Herrn Dr. Jörg Maurer, Ausbildungsleiter des MAZ Heidenheim, eingeladen.
„Viele Frauen unterschätzen ihre Fähigkeiten im technischen Bereich. Unsere Veranstaltung soll Mut und Vorbilder sichtbar machen“, betonten unisono Maier und Gremerath gleich zu Beginn der Veranstaltung.
Zur Intention der Veranstaltung hob Mirjam Maier hervor: „Frauen gehören in alle Berufsbilder. Metall- und MINT-Berufe bieten spannende Perspektiven, gute Verdienstmöglichkeiten und echte Zukunftschancen. Ziel ist es, Frauen zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen- frei von Rollenklischees und mit dem Wissen: Talent hat kein Geschlecht. Der Fachkräftemangel im technischen Bereich lässt sich nicht lösen, wenn wir auf weibliche Talente verzichten.“
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der eindrucksvolle Erfahrungsbericht von Sarah Wieszt – alleinerziehende Mutter, die heute in Vollzeit in der Arbeitsvorbereitung eines Maschinenbauunternehmens tätig ist. Ein gutes Einkommen und geregelten Arbeitszeiten, die es ihr erlauben, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Offen schilderte sie ihren bisherigen beruflichen Weg, der lange von finanziellen Sorgen und mehreren Nebenjobs geprägt war. Ihr war irgendwann klar, dass ihre finanzielle Absicherung mit einem Facharbeiterabschluss sehr viel besser sein würde. Daher entschied sich für den Schritt in eine neue Ausbildung. Die Umschulung zur Feinwerkmechanikerin am MAZ schloss sie im Herbst 2025 erfolgreich ab. Trotz der Herausforderungen, insbesondere bei der Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Ausbildung, hielt sie an ihrem Ziel fest. Nicht zuletzt, weil sie viel Unterstützung durch das MAZ, ihre Mitschüler*innen und vor allem ihre Eltern erfuhr.
„Ich kann heute allein von meinem Gehalt leben und für meinen Sohn da sein – ohne Nebenjob und ohne ständiges schlechtes Gewissen“, berichtete sie.
Das positive Feedback der Teilnehmerinnen war von „…es ist faszinierend zu sehen, wie vielfältig die Möglichkeiten im technischen Bereich sind…“ über „…das hat mir ganz neue Perspektiven eröffnet…“, bis zu „…hier mal alles live zu sehen, hat mir tatsächlich Mut gemacht, dass dies der richtige Weg für mich sein könnte“.
Der nächsten Termine der Veranstaltungsreihe ‚Frauen in technischen Berufen‘ sind bereits fix. Am 20. Mai im IHK-Bildungszentrum in Aalen sowie am 7. Oktober bei der TA in Schwäbisch Gmünd.
Und eine weitere interessante Veranstaltung steht in den Startlöchern:
Am 11. Juni findet in der Jugendberufsagentur – JBA – Heidenheim der diesjährige Perspektiventag für Frauen statt. Heuer dreht sich dabei alles rund um das Thema ‚Teilzeitberufsausbildung‘.
Weitere Informationen dazu sind hier zu finden.